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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Ludwig XIV. gegen die spanischen Niederlande.

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Schwedens weitaussehende Unternehmungen zur Unterdrückungder Freiheit Bremens zu hindern, was auch gelang. Bran-denburg und Braunschwcig verpflichteten sich, Jeder 12,000Mann in Bereitschaft zu halten, wofür die GeneralstaatenSubsidien zahlten ').

Nun trat Ludwig XIV. offen mit seinen Ansprüchen auf,indem er nach dem sogenannten Devolutionsrechte die spani-schen Niederlande als Erbe seiner Gemahlin, der Tochter ersterEhe König Philipps IV., gegen König Karl II., als den Sohnzweiter Ehe, foderte. Bald begannen die Feindseligkeiten undleicht bemächtigte sich Ludwig XIV. der meisten Festungen Bel-giens. Zugleich verlangte er für den König von Polen, dessenStreit mit Lubomirski nun zum offenen Kriege gekommen war,den Durchmarsch von 12 bis 15,000 Mann durch Deutsch-land nach Polen und veranlasste die mit ihm verbündeten deut-schen Fürsten das abzuschlagen, um unter demselben Vor-wände auch kaiserlichen Truppen den Durchzug nach Flandernzu wehren; zugleich schien er dann sein Versprechen gegen denKönig von Polen gelöst zu haben ^). Den Schweden stellteer vor, der Kaiser, die Russen und der Kurfürst von Bran-denburg wollten Polen nach Casimirs Tode theilen.

Allgemein war das Erstaunen über die rechtlich so durch-aus unbegründeten Ansprüche, der Unwille über ein so gewalt-sames Verfahren und die Besorgniß vor den weiteren Ent-würfen Frankreichs; denn die Eroberung Flanderns stellte dievereinigten Niederlande blos und diese galten als VormauerDeutschlands. Wer sollte nicht denken, daß halb Europa zuden Waffen gegriffen hatte? Allein dem war nicht so. Lud-wig hatte seine Zeit sehr gut gewählt und, wie wir wissen,seine Entwürfe weit vorbereitet. Mit den wichtigsten rheini-schen Fürsten war er im Bunde ^); der gegen ihn früher so

1) kukenäork X. Z. 17. Der Kaiser und Spanien wollten auchzutreten, doch wurde das abgelehnt. 1>ettres äs lesn äs Witt III. p.626. Bergt, knicke mein. p. Z99 ff.

2) Schon am 12. Febr. 1666. schrieb der König an ä'Lstrs.äe»,er habe das dem Könige von Polen versprochen. V. IV. p. 117. Mix-nst 1?. II. p. 306.

3) Denen stellte der von Ludwig XIV. gewonnene Wilhelm von Für-

Mai

1667