Spannung mit Schweden.
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Friedens an und verlangte, vorläufig möge Karl Gustav Thomund die Feste Danzigcr Haupt raumen '). Der König ant- Dcc.wartete aufgebracht darüber, daß der Kurfürst ihm den Durch- 1657zug durch Pommern weigere, den Polen aber gestatte, warfihm ausführlich sein zweideutiges Benehmen wahrend der Ver-bindung mit Schweden vor, wie er ihn nach der warschauerSchlacht verlassen und diese erfolglos gemacht, Weichselmündenicht, wie er versprochen, angegriffen, und von ihm schon vordem dänischen Kriege abgetreten und, was gegen die Verträgemit Schweden sei, ohne Noth sich in Verhandlungen und Ver-trage mit Polen eingelassen; zuletzt habe ihm Karl Gustavauf sein Verlangen zwar gestattet mit den Feinden zu verhan-deln, nicht aber ohne ihn abzuschliessen. Daher sei der Kur-fürst bundbrüchig, doch mehr Schuld hätten dessen Näthe, dieihn vcrriethcn ^). Trotz so schmählicher Vorwürfe brach derKurfürst nicht alle Verbindung mit dem Könige ab, er ver-sprach demselben vielmehr, er wolle wesentlich nichts gegen ihnunternehmen. Er müsse jetzt mit dem Wölfen heulen und ab-sichtlich mancherlei ausstreuen, den einen oder den andern zubefriedigen^). Dabei schrieb er dem Zaar, auf dessen Rath ervon Schweden zu Polen übcrgegangen und Souverain vonPrcussen geworden: die Schweden wären treulos und rach-süchtig, mit diesen möge der Zaar keinen Frieden schliessen;zugleich suchte er ihn auch wegen Österreichs zu beruhigen,denn der Zaar besorgte, dieses würde sich Polens bemächtigen,während er es selbst nehmen wollte").
Je glücklicher die schwedischen Waffen in Holstein, Schles-wig und Jütland waren, daß sie bald die ganze Halbinsel inihrer Gewalt hatten, während Czarneczki Schwedisch-Ponnnern Octoberdiesseits der Peene mit Mord und Brand so verheerte, daß 1657auf fünf bis sieben Meilen kein Dorf mehr zu sehen war und
1) kukenclork VHI. 1 ff. kuäuwslei x. 362.
2) S. d. Schreiben bei kuäs,wski p. 363. Auszugsweise ku-kenäork VIII. 4.
3) kuksnilorf 6urol. 6ust. IV. 32.
4) kukenclork VH. 6.