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-Buch IV. Drittes Hauptstück.
Umstande, für das Vortheilhafteste, jetzt noch mit Karl Gu-stav auszuharren, denn weder Dänemark noch Holland, nochder Kaiser und der Zaar würden ihn vor dessen Rache habenschützen und ihm eilig genug beistehen können; doch suchte erseine Lage möglichst zu nützen und Zeit zu gewinnen. Er24. Sept. schickte also Schwerin an Karl Gustav nach Fraucnburg, um eine1656 Abänderung des königsberger Vertrags zu bewirken. DerKönig, welcher den Kurfürsten zu bewegen suchte ihn mitTruppen zu unterstützen, gestand seiner Art nach ganz offen,daß jener Vertrag für die Zukunft nicht Grundlage derschwedischen Freundschaft mit Brandenburg sein könne. AufOxenstjerna's Frage, was der Kurfürst an dem Vertrage ge-ändert wünsche, antwortete dieser: den ganzen Vertrag! underneuerte die Vorschläge zum Bündnisse, welche schon vor demAusbruche des Kriegs in Stettin gemacht worden waren. DieSchweden wollten anfänglich die Lehnshoheit über Preusscndurchaus nicht aufgeben, während der Kurfürst jetzt geradedarauf entschieden bestand. Er stellte den Schweden dasSchwierige ihrer Lage vor, wie sie nun auch von Russen, Dä-nen und den Holländern bedrohet würden, und verlangte, dieSchweden sollten ihm nun Alles bewilligen, was er in Stettingefodcrt, wogegen er die ihm zugesicherten vier großpolnischenPalatinale aufgebcn wolle, was den Schweden unbillig schien.Schwerin musste unverrichteter Sache nach Königsberg zurück-kehren.
Unterdessen wurde die Gefahr für beide Theile dringender.Der Adel Kleinpolens conföderirtc sich bei Krakau und bela-gerte dasselbe. Warschau ergab sich dem Könige Johann Ka-simir, welcher mit hoher Begeisterung vom Volke empfangenwurde; die Polen eroberten Kalisch, nachdem sie den schwcdi-28. Aug. schm Entsatz geschlagen. Czarneczki beunruhigte die Schwedenan der Weichsel. Gonsiewski schlug mit einem Haufen von20,000 Lithauern und Tataren eine 10,000 Mann starke28. Oct. brandenburgisch-schwedische Heeresabtheilung unter dem GrafenWaldeck bei Lyck '), Preuffen stand ihm offen; die Grenze
1) kuäavvslei p. 270. Radziwill wurde gefangen. Pastorin»VII. p. 586. Den banden die Polen, nach ihrer Gewohnheit mit Gcfan-