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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Polnische Belehnung.

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Pillau den Polen, welche darauf ein Auge hatten, nicht zuüberlassen; der englische und der französische Gesandte riethenihm, die Belehnung nicht wahrend des polnischen Reichstagszu suchen, was dem Kurfürsten Johann Sigismund viele Un-annehmlichkeiten verursacht hatte, auch sich vor Gift zu hüten.

Er hatte deshalb eilig schon am 9. Januar einen ausserordent- 9- Jan.lichen Gesandten nach Warschau geschickt und hörte nun, wie 1641die polnischen Großen sich darüber beschwerten, daß er dieVerwaltung des Herzogthums vor erhaltener Belehnung über-nommen. Auch der König war unzufrieden darüber, daß Fried-rich Wilhelm die von seinem Vater berufene Ständeversamm-lung nicht entlassen, sondern fortgesetzt hätte, und wollte sieauflösen. Musste sich doch der Kurfürst damit entschuldigen,nicht die Verwaltung an sich, sondern nur Kenntniß von Demgenommen zu haben, was die Regimentsräthe gethan, auch denherzoglichen Titel noch nicht geführt zu haben. Dennoch be-stand der König darauf, der Kurfürst solle persönlich die Be-lehnung empfangen, da nur ausnahmsweise sein Vater dieselbedurch Gesandte erhalten habe '). Überhaupt legten ihm diePolen durch drückende Federungen alle nur mögliche Schwie-rigkeiten in den Weg. Erst nach vier Monaten wurde ihm §o. Aprilgestattet die Verwaltung Preussens zu übernehmen, nachdemer sich schriftlich verpflichtet hatte, den Lehnverträgcn durchauszu genügen, nach den Privilegien des Landes zu verfahren,den Lehnseid, so bald es verlangt werden würde, zu leisten undvorher den Eid des Gehorsams von den Unterthanen des Her-zogthums nicht verlangen zu wollen.

Glücklicherweise waren die preussischen Landstände selbstden polnischen Federungen, so weit sie nur den Polen, nichtihnen vortheilhaft waren, entgegen, und endlich nach Ablaufdes Reichstags, damit sich dieser nicht einmische, begab sichder Kurfürst nach Warschau. Vergeblich hatte einer der Land-boten, gestützt auf das liberum velo, mit Anführung wichtigerGründe und Beschwerden, vorzüglich weil der Kurfürst nichtnur dem Könige, sondern der Krone verpflichtet sei, gegen dieBelehnung protestirt, und wirklich erhielt sie Friedrich Wilhelm

1) Lengnlch Preußen unter Wladislaw IV. S. 183. u. S. 25.