doch unangenehm, daß meine Papiere versiegele mären, well Ichaußerdem meinen Aufenehalc benutze haben wurde, einige Briefezu schreiben. Da sag» er denn, cs sei allerdings sehr hart, michum diese Beruhigung und sonach um eine Sache zu bringen, diedoch so unschuldig und so billig sei. Er nahm jetzt selbst die Sie,gel ab, gab mir alle meine Schriften zurück und ermuchlgte mich,mein Herz bei einer Widerwärtigkeit zu erleichtern, von welcher crleiser! daS Werkzeug seyn müsse. Das war aber alles nur cmeSchlinge, um die Freude zu haben, mir das wegzunehmen, waS ichmit dem in mir erweckten Vertrauen geschrieben harre. DieserMensch spielte den Heiligen wahrend der Tage, die cr mir unsznbrachtc, bewies mir jedoch durch hunderterlei Dinge seine ganzechändiichc Natur. So sagte er mir zum Beispiele, daß es sür ibnsuud die Setnigcn kein anderes Gesetz gebe, als das Belieben,dcS Prinzen, ferner sprach er von seinem Herrn, dem LordSidmouth, Minister des Innern; von seinem Herrn, dem Vor«gängck des Lord Sidmonlh und so fort. Spottend bemerkte ich,wie ich geglaubt hätte, daß er dem Ministerium und nicht dem Mi,nister angchöre; cr antwortete mir aber sehr treuherzig: da sei ichim Irrthum, er gehöre dem Minister zu, denn von ihm bekommecr seinen Gehalt und dieser könne auch denselben nach Gefallencinzieben; er fügte noch mehrere Albernheiten dieser Art hinzu, diefür einen Negersklaven auf Jamaika allerdings passender gewesenwaren, als sür einen weißen Europäer und Bürger von Großbritta-nien, waS übrigens mir ziemlich gleichgültig gewesen seyn würde,wären nur diese edlen Grundsätze nicht, wie man gleich sehen wird,an mir in Ausübung gebracht worden.
In dem Augenblicke nämlich, als eben die Abreise statt haben -sollte, sagte mir dieser Mensch, der bisher so artig und nachgebcndgewesen war, mit einer recht insolenten Miene, es sei nur nocheine kleine Formalität zu vollbringen und indem er sich jetzt meinerEffekten bemächtigte, durchsuchte cr meine ganze Wäsche samt allen !meinen Kleidungsstücken mit der ängstlichsten Genauigkeit und nahmmir meine sämtlichen Papiere weg, ohne dabei die mindeste Formzu beobachten, indem er sich sogar weigerte, irgend eine Art vonVcrzcickniß darüber aufzunehmen. Ich erhob dagegen lautes Ge-schrei, ich fragte nach der obrigkeitlichen Behörde, verlangte, daß ^
meine Procestacion gehörig niedergeschrieben würde, aber man gab ^
mir zur Antwort, daß in der Lage, wvrinnen ich mich befände, undda ich ein Fremder sei, ich mich keineswegs auf die Wohlthac der .
Gesetze berufen könne, indem ich von derselben ausgeschlossen sei, !