Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
169
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suchen, doch glücklicher Weise dauerte daS nicht lange, und alSwlr nun unsre Reise wieder sortsetztcn, erblickten wir endlich daSKap Lezard. Allein wir sollten nun einmal nicht 24 Stundenglücklich verbringen. Es trat ein dicker Nebel ein und der sechsteWindüoß traf uns unter den widrigsten Verhältnissen. Er kam vonSüden und wir hielten uns sür verloren. Wir kämpften dagegenohne allen Schutz, von der einen Seite trieb er uns nach dem KapLezard, von der andern nach den höchst gefahrvollen Seil!,,-Inselnhin; die Sec ging sehr hoch; unsre Lrtskcuniniß war äußerst ge-ring; die Nacht brach ein und dauerte letzt vierzehn Stunden.Welche Gründe zu der größten Unruhe! Welche Vorstellungen lall-ten wir uns machen ? Was sollten wir thun? Während der Ve-trübniß, in welche man verfallen war, und des höchsten Grades derEntmutigung kommt jetzt, obschon wir uns in der Mitte des No-vembers befanden und cs sehr kalt war, ein heftiger von Donnerbegleiteter Platzregen, um unS wundervoll zu retten. Der Windspringt plötzlich nach der guten Seite, um für diesmal unsre Ver-legenheit zu enden und uns gerade nach drn Dünen hinzuführen,wo wir Anker warfen. Welches Glück, welches tausendfältige Glück,so vielen und schrecklichen Gefahren entgangen zu seyn! Wennwir späterhin in Tcuscbland die englischen Blätter lasen, fandenwir von jedem Tage die Nachricht sehr großer, zu der nämlichenZeit und in derselben Gegend geschehener UnglückSsälle. EinSchiss war gesunken, daS andere gescheitert, ein drittes zur Seiteliegend, ohne Masten und irgend ein lebendes Wesen gesehen wor-den, ein viertes beim Einlaufen noch mit Mann und MauS unter-gcgangen Das Wetter wurde als das allergräßlichste geschildert,die Unfälle waren nicht zu zählen und man muß wie wir in Ge-fahr gewesen seyn, um sich den Eindruck verstellen zu können, wel-chen diese Nachrichten auf uns machten, so wie die Innigkeit desDankes, den wir dabei jedesmal der Vorsehung darbrachten!