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11 (1824)
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oder siebenten Tage verließen wir die Passatwinde und bekamenWestwind, der uns schnell in neun bis zehn Tagen an den Orcunsrer Bestimmung brachte. Erst als wir uns dem bekannten KapdrS TempetcS näherten, traf uns ein heftiger Südostwind bei sehrhocdgehcnder Sec. Und selbst diese Widerwärtigkeit, welche cs blosin Bezug auf die Instruktionen des Kapicains war, fiel für michgünstig aus; denn der Gouverneur halte dem Kapitain die Ordregegeben, mich jenseits des Kaps und hinter demselben in Simons-day auszusetzen. Vielleicht glaubte er, daß wenn ich nicht in dieStadt käme, das Aufsehen vermieden werden und die Ungerechtig-keit meiner Gefangenschaft nicht so in die Augen springend seynwürde. Das mag nun seyn wie ihm wolle, das Ungewiktrr nahteund der Kapirain nahm cs auf sich, auf die uns schon so nabe lie-gende Scadt gerade loS zu segeln. Um zwei Uhr des Morgenserreichten wir die Küste genau zu der Stunde, welche der Kapirainohne Bedenken und ohne erst das Senkblei auszuwcrfen, oder sonsteine Untersuchung anzustcllcn, vorauSgcsagt hakte, so vollkommenrichtig war seine Berechnung gewesen. Der Kapitain Wrighc istüberhaupt ein ausgezeichneter Seemann. Er besitzt Thäcigkcic, Ei-fer, Regelmäßigkeit, Charakter, und wird sich gewiß einen Namenmachen. Uebrigens habe ich Gelegenheit gehabt zu bemerken, daßdiese Genauigkeit bei der Schifffahrt jetzt ziemlich allgemein ist. Ichweiß nicht, wie es jetzt mit unsrer Marine steht, die lange Zeit we-gen ihrer wissenschaftlichen Uebcrlegenheit berühmt war; aber ichhabe die Erfahrung gemacht, daß die Engländer jetzt sehr stark,daß ihre Berechnungen so vollkommen und so vielfältig sind, daßman sich kaum noch die Möglichkeit weiterer Fortschritte in dieserWissenschaft denken kann.

Nach einer Fahrt von achtzehn Tagen warfen wir am 17tenNachmittags um zwei Uhr Anker. Der Kapitain entschuldigte sichsehr höflich wegen der Nothwendigkeit, daß ich noch am Bord blie-be, bis er die Befehle deö Gouverneurs, seiner Instruktion zu Fol-ge, eingeholt "haben würde. Er kam zurück und machte mir kund,daß ich nicht eher als übermorgen landen könne, weil die Wohnung,welche man mir bestimme, nicht eher im gehörigen Stande seynkönne, was mir allerdings unangenehm seyn mußte, da man nacheiner Seereise sich immer sehr darnach sehnt, den Fuß ans Landzu sehen.

So mußte ich denn zwei Tage auf der Rhede des Kaps ver-weilen, die übrigens sehr schön ist. Das Wetter war herrlich, dieHitze groß, aber doch die Luft dabei rein und wohlthuend.

Ich hatte In meiner Jugend, als ich in die Marine eintrat,hundertmal von den Offizieren, welche den indischen Krieg mitge«