marschall, dieses Muster der Treue und jeder Tugend, waS kannman ibm vorwcrfen? Und eben so allen Andern? Nein, sagteich mir stolz, wir sind keine Verbrecher, wir sind keine gemeinenMenschen, wir zeigen die größte, die edelste, die seltenste aller Tu.gendcn; wir geben der Welt ein Beispiel, prägen unsre Namentief in alle schöne Herzen rin und machen allen denen Ehre, welchezu der nähern Umgebung der Könige geboren. Man soll nun nichtmehr sagen, daß es keine Ergcl'enbcit, keine Treue, keine Liebe anunglücklichen Thronen gebe, oder wenigstens bekennen, daß Napoleonsich dieselbe auch hier zu verschaffen wußte. ^
Ich harte einen Bedienten aus den Bewohnern der Insel; er ,wurde Ihnen verdächtig und Sie beschlossen, mir ihn zu nehmen. IDas war alles recht gut; aber Sie wollten mir dafür einen ander» ^nach Ihrer Wahl geben und ich schlug dieses aus. Die Antwort, ^welche ich Ihrem .Offizier erihcitte, war, Sie könnten, Kraft IhrerMacht und Gewalt, Garnison in meine Stube legen, aber nie mitmeiner Einwilligung und wenn ich nicht einen Bedienten nach eig«ner Wahl haben dürste, wolle ich mich lieber mir eigner Hand be-dienen. Sie bebarrtcn auf Ihrem Sinne und ich blieb ohneBedienten. Und doch hätten Sie mir so leicht meinen Willen thunkönnen, da es ja immer noch bci Ihne» stand, meine Wahl durch !Ihre Weigerung zu beschränken! Jener Mensch, de» Sie mir ge> !nommen hatten, kam kurze Zeit nachher und sagte mir, er hoffe !nach England abzugchen und wolle mir dabei gern zu Dienstenscyn. Ich gab ihm zwei Briese und Sie kennen nun den unbedcu«tenden Inhalt derselben. Der eine enthielt eine Relation an denPrinzen Lucian, die durch Ihre eigne Hand hatte gehen sollen, derandere rein freundschaftliche Mitthcilungen. Darauf kommt nichtsan. Ich hatte gegen Ihre Beschränkungen gesündigt und bin nunhier. Ich glaubte cö unter meiner Würde, einen Streit über dieFrage zu erheben, wie weit Ihre Rechte über meine Person sich er-streckten. Waren Sie dabei zu weit gegangen, so mußten die Ge-sehe mir Recht verschaffen. Ich handle nie um eine Strafe, nehme !hin waS mich dabei trifft und bestrafe mich am folgenden Tagehundertfach selbst; wie ich mir denn auch hierbei das größte, daS ischmerzlichste Opfer auserlegt habe. „Ich bin beschimpft, so schrieb ^ich Ihnen, und kann von nun an dem Kaiser keinen Trost mehrgewähren. Ich würde in seinen Augen einen Flecken an mir tra-gen , der ihn immer an eine schwere Beleidigung erinnern müßte.Ich verbanne mich selbst von Longwood, ich will weg von hier,um mir das Wiedersehen zu erbitten und hoffe, nach einem weitenWege, gereinigt wieder zu erscheinen. Von nun an muß die frei-willige Unterwerfung aufhören, in welche ich Ihnen gegenüber gc-