Druckschrift 
11 (1824)
Entstehung
Seite
116
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— HL —

Ich war stetS voll Eifer, stolz, Immer mit meiner Lage be-schäftigt und wagte es, mich sehr frei auSzndrücken. Dieser Scim.mung müssen Sie alles zuschrcibcn, was ich gethan, waS ich ge-schrieben habe — nichts geschah aus Bosheit, denn boShafc bin ichnicht. Sonach schilderte ich in meinen Briefen, was ich sah, waSich empfand und drückte mich darinnen bei allem, was Sie anging,ohne den mindesten Rückhalt aus. Ich schickte sie Ihnen selbst sozu, mein Herr! Hätte daS, was ich schrieb, geheim bleiben dür-fen, dann würden meine Ausdrücke vielleicht gemäßigter gewesenseyn. Diese Briefe haben Ihnen mißfallen, Sie gegen mich erbit-tert; Sie haben mir endlich das Schreiben untersagt und zwar un-ter der Bedrohung, daß Sie mich von dem Kaiser trennen würden,wenn ich damit fortführc.

Sie hatten gesehen, daß ich einige Dinge, deren ich für meinePerson bedurfte, aus Europa verlangte und sagten mir selbst,daß dergleichen Sachen auS England hergeschickc worden wären undich davon Gebrauch mache» könne. Ich halte aber bei mir selbstbeschlossen, daß Sie mich persönlich nie auf der Liste der Ausgabenund eben so wenig auf der Liste der Bittenden finden sollten. Ichdankte Ihnen daher unter der Bemerkung, daß ich nicht gewohntsei Dinge anzunehmen, die ich selbst besäße. Ich wollte mein Ge-suhl frei erhalten, ihm nicht durch die Erkenntlichkeit Zwang anlc-gen und Sie ließen mir einige Tage nachher sagen, Sie würde» esIhren Ministern anzcigen, daß ich mit Verachtung zurückwcise,was sie mir anböcen.

Sie beklagten sich über meine Gespräche mit denjenigen Perso-nen , welche hier durchreisten. Ich bewies denselben allerdings dieAlbernheit der Verläumdungcn, die Lächerlichkeit der Gerüchte, dieman in Masse über den größten Mann verbreitete, ich erzählte sel-bigen Züge, die ihnen unbekannt waren und worüber sie erstaunten.Sie warfen mir dann vor, daß ich eifrig Dinge aussprengte, dieSie angingen und zwar in der Absicht, daß die Kunde davon nachEuropa dringen solle und ich kam mir Labei vor wie jener, denman im freien Felde würgt und der, da ihm niemand zu Hülfekommt, die vorüber fliegenden Vögel zu Zeugen nimmt. Hies esdenn übrigens sich an Ihrem Vaierlande vergehen und dessen Ge-setze verletzen, wenn ich demselben die Wahrheit zukommen lieS.Das war ja vielmehr ein Dienst, den ich ihm erzeigte, ein Ver-dienst, das ich mir um solches erwarb. Die Gewalt, die Sie hier-bei gegen uns ausübten, Ihre ungcmäßigren und strcngrn Vor-sichtsmaasregcln gegen Ihre eignen Landsleute, mußten uns natür-lich in unserer festen Ueberzcugung bestärken, daß Sic, auf Ihreentfernte Stellung vertrauend, um Ihre wtllkührlichen Hand-