worden wäre. Sie würden sogleich Ihre Maasregeln nehmen, daßdiese Unannehmlichkeit nicht wieder statt finden solle. Unser Ver«hälcniß, in welches Sie unS hierdurch versetzten, glich von nun aneiner Art von abgesonderter Hast. Dir waren empört über einsolches Verfahren und besonders über den damit verbundnen Spott.Es schien uns barbarisch und erfüllte uns mit dem größten Unwil-len. Aber das war noch nicht genug. Ihre Agenten, oder derHimmel mag wissen was sollst für Menschen, deren Eifer gewiß2hre Absichten übcrtraf, hatten überall ausgcsprrngc, der Kaiserwolle niemand mehr sehen und beklage sich, daß er von mehreren
, Personen behelligt worden sei. Dies Gerücht war allgemein im
! Lager, in der Stadt, überall. 2ch habe selbst für meinen Thcil eS
1 drei bis vier Personen auSgcrcdcc, die ihrer Sache hierbei ganz ge«
wiß scyn wollten. Und nun sind Sie noch verwundert und belei-digt über gewisse Zeichen von Mißtrauen, über mancherlei in Long«wood über Sie herrschende Zweifel. Sie haben mir mehrmals ge-sagt, daß Sic so gern jedes Ding von zwei Seiten betrachteten;kommen Sic nur einen Augenblick auf die unsrigc, erwägen Siel einmal das Alles und dann richten Sie.
! Von nun an wurde unser Horizont immer trüber; mit jedemTage verloren wir mehr Terrain. Der Schrecken breitete sich uniuns aus, jedermann entfernte sich sichtlich von diesem fiuchbclastcren^ Orte und wir nahten uns mit großen Schritten einem wahren Ker-
i kerleben. ^inzwischen waren 2hre Noten weit davon entfernt, dieS
i zu beweisen; sie schienen uns sehr geschickt abgefaßt, besonders eine
^ derselben setzte uns auf sonderbare Weise in Erstaunen. Mein Ge-
dächtniß ist mir dabei nicht ganz treu. Sic bccraf eine üble Be-Handlung des Kaisers und arhmctc gleichwohl die tiefste Ehrfurchtfür denselben. Dieser Eoncrast erregte die Aufmerksamkeit dessen,
! den man so wenig kennt, dessen Worte oft schnell ausgesprochen
! sind, der aber nur langsam und erst nach der sorgsamsten Erwägung
' verdammt. Er zögerte noch immer mit seiner Meinung, die wir
^ unsrerseits schon längst nach aller Strenge ausgesprochen hacken.
„Der Mann ist ganz unbegreiflich, hatte er oft gesagt, wie schwerist es doch, ein Unheil über ihn zu fällen! Er kann wohl selbsteine böse Handlung begehen und doch nicht boshaft scyn." DieS«mal aber sagte er: „So schlecht handeln und so schön schreiben,mit einer Hand zu morden und mit der andern sich rein zu wa-. scheu — ja! das ist sehr geschickt und weise!" und nun sprach er! auS daS entscheidende Wort: „Sir Hudson Lowe ist ein bö-
ser Mensch! Wären Sie unter unS gewesen, mein Herr! Sichätten unter diesen Umständen gewiß das Rämiiche gedacht, das' Nämliche gesagt.