Mutter. Der Herr hat eS mir versprochen," er hatgesagt: Morgen früh. Wo ist der Herr?"
„Er ist ausgegangcn; hat aber gesagt, er werdebald wiederkommen und alles thun, was Ihrwünschtet."
„Hat ec das gesagt? hat er das gesagt? Nunich will zu meiner Mutter, schnell, schnell."
Im anstoßenden Zimmer, ließen sich Schritte hö-ren: man klopfte an. Die Alte.lief zur Thüre,fragte: „ wer ist da?"
„ Mach' auf," erwiederte die bekannte Stimmeleise. Die Alte schloß auf, der Unbekannte öffneteein wenig, befahl der Alten, heraus zu kommen, ließDon Abbondio und die andere Frau eintrctcn, machtedie Thüren sodann wieder zu, stellte sich davor undschickte die Alte, wohin schon ihre Gefährtin, Marthe,geschickt war, in einen entfernten Winkel des Schlosses.
Dieser ganze Vorgang, die augenblickliche Erwar-tung , das erste Erscheinen neuer Personen verursach-ten Luzicn einen abermaligen Furchtanfall; ihr gegen-wärtiger Zustand war ihr zwar unerträglich, jedeAenderung desselben mußte aber unmittelbaren Schre-cken herbeisühren. Sie sah auf, sah einen Priester,eine Frau; sammelte sich ein wenig; sah scharfer hin;ist er es oder ist er cs nicht? Sie erkennt Don Ab-bondio und kann, wie bezaubert, die Augen nicht vonihm wenden. Die Frau tritt zu ihr, beugt sich zu.ihr nieder, sieht sie mitleidig an und sagt» indem sie