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2 (1828)
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laufenden, Buchenhaine zu, und barg sich kn ihn,um von Niemand, auf den Schrei etwa Kommenden,erblickt zu werden. Dieser Kerl war einer von Aegy-dius Leuten, hatte am Klosterthore gelauert, Luzienherauskommen sehen, ihre Gestalt und Kleidung sicheingeprägt und war ihr auf Nebenwegen vorausge-eilt, sie mit den Anderen zu erwarten.

Wer vermochte wohl das Entsetzen, die Todesangst,welche das arme Mädchen jetzt empfand, zu beschrei-ben ? Sie riß die furchterfüllten Augen weit auf, mitdem Verlangen, ihre trostlose Lage ganz kennen zu ler-nen, schloß sie im nämlichen Augenblicke wieder,aus Abscheu und Grausen vor den Gesichtern in ihrerNähe: widersetzte sich, ward aber von allen Seitengehalten: sammelte alle ihre Kräfte und strebte demSchlage zu; aber zwei, von vier anderen unterstützte,nervige Arme hielten sie wie angeschlossen fest. Bei je-dem Versuche, zu schreien, verstopfte ihr das Tuch denMund und drei gräßliche Stimmen riefen mit ihrenmenschlichsten Tönen wiederholt: „Still, still, fürchtetEuch nicht, wir wollen Euch nichts thun!"

Nachdem sie eine Weile so mit ihrem Schicksalegekämpft hatte, schien sie ruhiger zu werden, ließ dieArme fallen, neigte den Kopf zurück, schlug mühsamdie Augen auf, blickte unbeweglich; die häßlichen Ge-sichter vor ihr schienen In eine einzige Unform zu ver-schmelzen : sie erblich, ein kalter Schweiß trat ihr aufdie Stirne, — sie sank ohnmächtig zurück. „Auf, auf,

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