wieder in der alten Ordnung sey und die ziemlich zu-gleich eintreffenden bestimmten Nachrichten machtenes zur Gewißheit. Graf Atlilio reiste nun sogleich ab,ermuthigte den Vetter, bei dem Unternehmen zu be-harren, seine Absichten durchzusetzen, und versprachihm, seinerseits sofort den Versuch zu beginnen, ihmden Mönch vom Halse zu schaffen, wobei der glückli-che Umstand mit dem nichtswürdigen Schützlinge des-selben treffliche Dienste leisten solle. Atlilio warkaum fort, als Gciso frisch und gesund von Monzazurückkam und seinem Herrn, was er erfahren hatte,kund gab: Luzia sey in dem Kloster, unter demSchutze der Signora, lebe eingezogen wie eine Nonne,setze niemals einen Fuß ins Freie, und zeige sich selbstin der Kirche, zum großen Mißvergnügen Vieler,die etwas von ihren Abentheuern und viel von ihrerSchönheit gehört hatten und sehr neugierig waren, siezu sehen, nur hinter einem Gitterfenster.
Dieser Bericht machte Don Rodrigo'n, wenn esmöglich war, zu einem noch eingefleischteren Teufel.So viele, seinem Vorhaben günstige Umstande ent-flammten seine Leidenschaft, dieses Gemisch von Ehr-furcht, Wuth und schändlicher Begierde, immermehr.Renzo abwesend, flüchtig, verbannt, so daß man ge-gen ihn vornehmen konnte, was man beliebte, ingewissem Betrachte auch seine Verlobte als Rebellengutanschen durfte; der einzige Lebende, der sich ihrerannehmen konnte und wollte und im Stande war,