folge von Sblrren, zu dem bezeichnten Hause. Eswar verschlossen, Niemand wußte, wer die Schlüsselhabe, und wer sie hatte, ließ sich nicht blicken. DieSchlösser werden abgerissen, anbefohlnermaßen wirdalles durchsucht, und man geht mit dem Hause um,wie mit einer erstürmten Stadt.
Das Gerücht von diesem Schritte verbreitete sichalsbald in der ganzen Gegend und drang auch zu denOhren des Paters Christoforus. Gleich erstaunt,wie betrübt, fragte er Diesen und Jenen nach der Ur-sache dieses so höchst unerwarteten Falles, erfahrtaber nichts als grundlose Vermuthungcn und wider-sprechende Nachrichten und schreibt sogleich an PaterBonaventura, von dem er gewiß die nöthigen Erkun-digungen cinzuziehen hofft. Unterdes wurden die Ver-wandten und Freunde Renzo's vor Gericht gcfodert,alles, was sie von seiner verderbten Gemüthsart wissen,auszusagen. Es gereicht der Name Tramaglino Je-dem, der ihn führt, zur Schmach, zum Unheil, zumVerbrechen, das ganze Dorf gerath in Aufruhr. Nachund nach erfahrt man so viel: daß Renzo der Justiz,mitten in Mailand, entschlüpft und sogleich verschwun-den sey; sagt sich heimlich ins Ohr, er habe sich schwe-re Dinge zu Schulden kommen lassen, vermag aberentweder nicht, sie zu nennen, oder nennt sie auf hun-derterlei Weise. Jemehr man sie verschlimmern will,desto weniger glaubt sie Jemand im Dorfe, wo Je-dermann Renzo'n als den bravsten Burschen kennt.