Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
23
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holen, und als er um die Ecke kam, wandte er sichnoch einmal nach dem Dome um, dessen Hauptfa-cade damals sehr übel aussah, und hielt sich dichthinter dem auf die Mitte deS Platzes Zuschreitenden.

Je mehr man nahete, desto häufiger wurden dieVolksgruppen. Der Mann mit dem Bündel machtesich aber Bahn, und Renzo benutzte sie, mit ihmdurch das Getümmel bis zu dem Mittelpunkte zu drin-gen. Es war daselbst ein freier Raum, mit einem halb-verkohltcn, aus den erbeuteten Gerätschaften errichte-ten, Freudcnfeuer, aus dessen Schooße noch eine dunkleKohlenglulh hervordampfte. Das Volk umher lärmtemit Händen und Füße» und hörte nicht auf. Tri-umph zu jauchzen und Verwünschungen auszuströmen-

Der Mann warf sein Holzbündel gleichfalls indas Feuer; andere, die mit balbzcrbrochenen Schau-feln beisianden, schürten die Flamme wieder an; derRauch schlug schwärzer, dichter empor und mit derhell ausloderndcn Flamme neu auftobender Jubel:„ Es lebe der Ueberfluß! Nieder mit den Unterdrü-ckern! Fort mitder Theurung ! Nieder mit dem Provi-anttribunal ! Nieder mit der Junta! Es lebe dasBrod!"

Eigentlich befördert das Zerstören der Backtrögeund Schaufeln, Verwüsten der Backöfen und Bäcker-laden , wohl nicht das lange Leben des Brodes; soetwas fällt aber der erregten Menge niemals ein.Einzelne mochten vielleicht von der Scharfe dieses Ge-dankens getroffen werden; doch wie mochten einzelne