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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
Seite
285
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Und verschwenden lieber ihr gntcs Gewissen- Wennich aber ein Mal einen Felddieb ertappe, so will ich ihntüchtig kasteien. Ich werde um so weniger Schonungbrauchen, da inan uns nicht ans dringender Noth, son-dern aus bloser Naschlust zu bemausen scheint."

Woraus schließest du das?

Weil die letzte Plünderung vorzüglich unser Schoten-seld betroffen hat."

Das will ich glauben. Es ist eine gute Art. Siesind süß, wie Zucker.

Wer aber die Räuber sepn mögen, das ist mir uner-klärbar. Die Fnßstapfen, die ich hier und da entdeckthabe, sind so wunderbar klein, daß ein vierjähriges Kindwie unser Peter größere Spuren zurücklaffcn würde."

Der gehört auch gewiß nicht zur Diebesbande.

Davon bin ich überzeugt. Er ist viel zu bequem, sichauf's Feld zu bemühen, und du nährst ihn auch so reich-lich und gut, daß er drei Magen haben müßte, wenn ernach mehrern Näschereien lüstern sepn wollte."

.Der arme Junge! Du bist ihm gar nicht gcw.ogen.

Sprich das nicht! Ich hasse nur seine Untugenden.Aber deine Affenliebe hegt und pflegt sie, als ob es diehoffnungsvollsten Anlagen wären. Du verziehst den Bu-ben, indem du in allen Stücken seinem Willen fröhnst.Es ist nur ein Glück, daß er selten einen schlimmern hat,als zu essen."

Das muß doch der Mensch, guter Jakob!

Mit Maß, liebe Marie, mit Maß! Du fütterst deinPeterchen träg' und dumm. Wenn andre Knaben seinesAlters sich munter bewegen, Ball oder Soldaten spielen,dann sitzt er so ernsthaft dabei, wie ein Großvater, läßtdie Hände auf seinem runden Bäuchlein ruhen und rührt