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„Wer ist der freche Räuber? Wer kann es scpn?" warjetzt die allgemeine Frage.
„Sicher niemand anders, als Thrpm der Riescnkönig!"sprach Loke, der feinste Schlaukopf unter den Göttern.Alle gaben seiner Vermuthung ihren Beifall. Dadurch ge-schmeichelt, erbot er sich zur Untersuchung der Sache.
Einstimmig gepriesen,
Entschwebt' er alsbaldZum Lande der NiesenIn Bogelgestalt.
Er fiog in den GartenDes Königs hinein,
Um ihn zu erwartenIm schattigen Hain.
Es wahrte nicht lange,
Da nähre sich schonMit bleiernem GangeDer stolze Patron.
Wie Mastbaume stürzen,
So fiel er aufs Ohr.
Die Nuh' ihm zu würzen,
Sang's Vöglein ihm vor:
„Sein Diener, Herr König!
Sein Diener, Herr Dieb!
Zur Krone paßt wenigDes Stehlens Betrieb!
Hat Er nicht, o Schande!
Mit bübischer HandThorS Hammer im LandeDer Götter entwandt?" —
„Verdammtes Ungeziefer!" zürnte der König, indem ersich wie ein Thurm von seinem Blumcnlager erhob: „Waserfrechst du dich, mich hier in meinem Gebiete zu lästern?Ich habe den Hammer nicht gestohlen; er ist meine recht-