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Nordens, und sein Herz entbrannte vor Liebe; doch indemselben Augenblicke hob Thor gegen ihn den Donner-hammer, um die Glnth seiner Begierden auf ewig zu löschen.Der löwcnbchcrzte König zitterte nicht vor dem Tode,aber die schöne Frepa machte ihm das Leben lieb. Derkecke Wunsch, sich mit ihr zu vermählen, schwellte die Brustdes stolzen Erdensohnes. Er befahl deshalb einen schleu-nigen Rückzug, und die Götter verfolgte» seine scheinbarfeigen Krebsschritte mit einem unmäßigen Spottgelächter.
Liebe und Rache, die furchtbaren Mütter tollkühner Tha-ten, schürten und nährten nun in seinem Busen ein wil-des Feuer, das ihn nimmer ruhen und rasten ließ. Erwälzte sich schlaflos in seinem Ungeheuern Bette und ent-warf mancherlei Plane, sich des Donncrhammcrs zu be-mächtigen. Ist Thor nur wehrlos, dacht' er, so sind dieGötter überwunden und müssen unter jeder BedingungFrieden mit mir schließen.
Aber er sann lange vergebens. „In hohen Häusernsteht der oberste Stock immer leer," soll ein bekannter wi-tziger Kopf von ausgezeichnet langen Menschen gesagt ha-ben; und in Thrpms Dachstübchen wohnte wirklich keinglücklicher Einfall. Er ward darüber so mißlaunig, daßseine Hvflcute schwer mit ihm auskamcn.
Endlich erschien ein ausgesandter Kundschafter mit derNachricht: die Götter hätten bei einem Trinkgelage demBecher tüchtig zugcsprochen und schliefen sammt und son-ders wie Dächse. Selbst der Burgwächter, setzte der Spionhinzu, schnarcht so laut, daß man es meilenweit höret.
„Ha, köstliche Gelegenheit!«
Nies jetzt der König, frvh und heiter,
Und thurmte selbst in kurzer ZeitAuö Bergen eine Himmelsleiter.
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