Ich muß fort! Wa6 bindet dich?Liebchen, komm, begleite mich!
Immer zwischen Eilf und ZwölfenKannst du bann mir jagen helfen.
Urse l.
Ei, das wäre viel gewagt!
Und was nützt' ich bei der Jagd?
Hans.
Lustig sollst du vor nur schweifenUnd dein Eulensiückchen pfeifen.Liebchen, willst du bas, so bistDu mein rreuer Waldhornist.
Urse l.
Ja, ich will mich hören lassen;Schauder soll die Menschen fassen!
Hans.
Hurrah! Rasch voran, mein Kind,Eh' der Eber uns enrrinnr!
So entstand tm Harzwalde die wilde Jagd, die nachder Volkssage bis auf den heutigen Tag dauert. WennTut-Ursel (vom Munde des Volks gewöhnlich Tut-Oselgenannt) durch die Luft rauscht, so ist cs ein sicheres Zei-chen von Hakelbcrgs Ankunft. Dann fliehen die nächtli-chen Wanderer mit Zittern ins tiefe Gebüsch und drückensich fest an die Erde. Aber wie man von dem Löwenfabelt, daß ihn, selbst im Augenblick seines höchsten Grimms,ein Fußfall zur Schonung bewege: so scheint auch demwilden Jäger die Dcmüthigung der Pilger zu gefallen;denn bloß um seinen borstigen Todfeind bekümmert, ziehter immer friedlich bei ihnen vorüber.