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Die Neugier streckte nicht, um Kunde zu gewinnen,
Den langen GänschalS cmvrr,
Und schnatrertc de» NachbarinnenVermutyungen und Fragen in das Ohr,
Die zwei Unbekannten waren nicht besser, als wohlha-bende Bäuerinnen gekleidet; aber die Feinheit ihrer Ge-stalt und Sitten ließ muthmaßen, daß sie wohl von höhe-rer Abkunst und in dem ländlichen Mieder nicht einheimischseyn möchten. Das Auge der Mutter schien von Kummerund Gram umwölkt; ihre Tochter, Rosalie, hingegen hattenoch ganz den leichten, spielenden Frohsinn eines Märchensvon sechzehn Jahren.
Sie tändelt' in schattiger LaubeMit einer schneeweißen Taube,
Sang manches fröhliche Lied,
Und hüpfre sa schwebend dahin durch die Fluren,
Daß kanm der Teppich des Grases die SpurenDer zagten Füßchen verriet!).
Diese liebenswürdige Tochter der Natur schien von demBesitz ihrer Engelsgestalt kein Wort zu wissen, und weitund breit gaukelte kein geschwätziger Geck, der es sich zumGeschäft machte, die Köpfchen der Weiber durch Schmeiche-leien zu verdrehen. Eben so unbekannt war sie mit denRänken und Schwänken des losen Knaben, dessen Muttersie glich. Sie liebte bloß ihre Taube, die aber bald einengefährlichen Nebenbuhler bekam.
Auf's Dorf herab vom Felsen sahEin hvheS RitterschlvßGleich eine», Fürsten lebte daDer reiche Graf ran Droß,
Mit Affe», Hunden, PapageinUnd Jägern, Köchen und Lackein.