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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
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So klagt' er. Doch was tönte da?

Horch! klang nicht eines Horns TrarahUnd Peitschenknall vom weiten?

Ein Iubelschall für Balzers Ohr,

Er horcht und sieht herauf vom ThorDen ScheckenriNer reiten.

»Willkommen, schon willkommen hier!

Doch sagen Sie. mein Herr Kourier,

Wo Ihro Gnaden weilen?"

»Sie folgen auf dem Fuß mir nach,

Gebt mir ein stilles Nubgemach;

Ich ritt heut hundert Meilen!"

Heut hundert Meilen? Toller Wind!

Denkt Balzer still und führe geschwindDen weiter in ein Zimmer.

»Puh!" ächzte Dieser: »Noch ein PaarDergleichen Nirtchen, und, fürwahr!

Mein Leib zerfallt in Trümmer.

Ach. zöge wohl der Herr vom HausGefällig mir die Stiefeln aus?

Kein Diener ist vorhanden."

Der stolze Wirth sah scheel, doch bogEr sich herab, und zog und zog,

Bis Kraft und Athem schwanden.

Er zog und zog ohn' Unterlaß;

Allein das große StiefelfaßWar wie an's Bein geschmiedet.

Der Neiter rief: »Verdammter Streich!

Noch einen raschen Zug, wenn's EuchNicht allzu sehr ermüdet!

Braucht Löwenkraft'. Doch, Freund, so IhrNicht fallen wollt, erlaubet mir.

Daß ich am Bart Euch halte!"

»Nein, das verbttt' ich, Herr Patron!"

Nief Balzer wiid, indem sich schonHinein der Netter krallte.