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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
Seite
81
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Wolke von Menschen.Es ist die bekannte Wunderthä-terin," sagte die Dame,die durch Gebet und Handaufle-gen mehr Krankheiten heilt, als alle Acrztc der Stadtmit ihrem gelehrten Schnickschnack und ihren Pillen undPulvern."

Wirklich? versetzte die Prinzessin: Ich möchte mich wohlmit ihr besprechen; denn ich empfinde seit einiger ZeitUebclkeiten, die mein Leibarzt nur belächelt, und so wenigachtet, daß er sie der Natur, die sich, wie er sagt, nachfünf oder sechs Monaten von selbst helfen werde, zur Hei-lung überlassen will. Darüber will ich doch die kluge Alteum Rath fragen; man soll sie hcranfrufen.

Das hatte der Schwarzkünstler gewünscht und erwartet.Er befolgte daher die Einladung in den Palast und heu-chelte sich so in die Gunst der Prinzessin, daß sie ihn drin-gend ersuchte, sich einige Tage bei ihr aufzuhaltcn und siemit gutem Rath für Leib und Seele zu unterstützen. Die-sen Antrag nahm er nach vielen Schwierigkeiten unterder Bedingung an, daß man ihm das einsamste Zimmcr-chen anwcise, keine Leckereien aufdringe, sondern ihn blosmit seiner gewöhnlichen Waldkost bcwirthe. Die Prinzessinwilligte darein, und begann nun über körperliches Uebel-befindcn und Mangel an Eßlust zu klagen.

Ihr scpd wahrscheinlich in andern Umständen;" sagteder Zauberer:und in diesem Falle weiß ich ein unfehl-bares Erleichtcrungsmittel. Freilich kann cs Euer Leibarztnicht aus der Apotheke verschreiben; doch Euer Gemahlwird es durch andere Hände zu bekommen wissen. Bittetihn um ein Ei des Vogels Greif, der auf dem Berge Kaffnistet. Er verschafft es Euch sicher, und ich will cs dannso zuberciten, daß es Euch die ersprießlichsten Dienste thunsoll. Verschweigt aber dem Prinzen, daß der Vorschlag

Lungl^gu'S sämuttl. Schr. X. Bb. 6