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Er mischte sich unter die Müllfahrer, sah die frommeFatime, studirte mehrere Stunden lang mit gespannterAufmerksamkeit ihre Geberden und Sprache, und bemerktemit Vergnügen, daß ihre Gestalt, sowohl im Umfang alsin der Länge, der seinigen ziemlich gleiche. Dicß befestigtesein Vorhaben, den Endzweck seiner Rachgier durch einlistiges Spiel ihrer Rolle zu erreichen.
Da er, wie andere Herren seines Gelichters, einen an-sehnlichen Hofstaat von dienstbaren Geistern hatte, so wardes durch ihren Beistand ihm leicht, alle Schwierigkeitenseines Planes zu heben. Er berief nach der Rückkunftaus dem Walde seinen verschlagensten Diener, und sprach:„Bestell' einen Wagen mit geflügelten Drachen bespannt,und begib dich in dieser Nacht damit an die Waldhüttcder heiligen Fatime. Klopfe bescheiden an und seufze wei-nerlich: Thut auf, fromme Fatime! Ein armer Krankerbedarf Eures Gebets und Eurer wnnderthätigen Hülfe. —Sie wird nicht säumen, dir das Pförtlein zu öffnen; dannergreifst du sic gewaltsam und wirfst sie in den Drachen-Wagen, indeß einer deiner Mitgeister ihre gewöhnliche Klei-dung, mit Jnschlnß der Kappe und des Stabes, ans derHütte holt und im Fluge mir übcrbringt. Du eilst hier-auf mit der Alten weit von dannen ins tiefe Gebirge,sperrest sie in eine Felsenhöhle, und hältst sie darin so langegefangen, bis ich dir befehle, sic wieder loszulassen." —
Von zwei flüchtigen Drachen gezogen und von einemKameraden begleitet, kntschirte der abgcfcrtigtc Scelenkapcrgegen Mitternacht in den Wald, klopfte säuberlich an dieHütte der Heiligen, und sprach, wie ihn sein Meister ge-lehrt hatte. Schnell erhob sich die gute, dienstfertige Fa-time von ihrem Strohlager und entriegelte vcrdachtlos dieThür. Aber keine Feder beschreibt ihre Bestürzung, als