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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
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Kein Lichtstrahl erhellte das schaurige Grab,

Das ikm mit erstickenden Dunsten umgab.

Er tappte, müde von hülflvsem Rufen,

Zurück und hinab die felsigen Stufen.

Er griff sich hinunter behutsam und sacht,

Er rastete vorwärts zur Rechten und Linken;

Doch nirgends wollt' in der gräßlichen NachtEin tröstender Schimmer dcS Tages ihm blinken.

Er kroch auf Händen und Füßen umher.

Fand aber die Säl' und den Garten nicht mehr.

So wie er durch Zauber sie vorhin gefunden,

So waren durch Zauber sie wieder verschwunden.

Drei Tag' und drei Nachte sah er vom TodSich immer naher und naher bedroht,

Und seufzte: Sv jung muß ich sterben!

Gort schick' eS mit mir, wie es ihm gefällt!

Wen er will retten, den kann eine WeltVoll Feinde nimmer verderben.

Mit Händeringen so betend, rieb erDen Goldreif des Alten von ungefähr.

Schnell sah er die Thatkraft des Ringes bewiesen:

Es stieg aus der Erd', in Gestalt eines Niesen,

Ein schwarzer, furchtbarer Geist hervorUnd hielt erne lodernde Fackel empor.

Er trar zum Knaben, der zittert' und zagte,

Nlß weit, wie ein Scheuntlwr. den Mund auf und fragte»Was willst du? Als Sklave gehorch' ich dir,

Und alle Sklaven des NingeS mir mir.«

Ach, wer du auch seyu magst, sagte der KnabeMir wunderbar beruhigtem Sinn:

Erlöse mich, wenn du kannst, aus diesem schrecklichen GrabeWv ich so elend gefangen bin!

Und steh, kaum sprach er die bittenden Worte,

Da wichen die Wände der Kluft, die ihn bisher umfing,Und, von der Sonne bestrahlt, befand er sich am Orte,Wo er hinab in die Höhle ging.