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Achtnndzwanzigster Gesang.
IS.
Für Pferd' »nd Diener sorgt Giocond bei ZeitenUnd setzt indeß den Tag zur Reise fest;
Auch schöne Kleider läßt er sich bereiten,
Weil Schönheit oft durch Putz sich heben läßt.
Sein Weib, Tags um ihn her, Nachts ihm zu Seiten,Von Thränen stets ihr Augenpaar genäßt,
Sagt ihm, sie wisse nicht, von ihm verlassen,
Wie sie's ertragen soll' und nicht erblassen.
13.
Schon vom Gedanken fühle sie mit BebenDas Herz sich reißen ans dem Bnsen schier.
Ach, spricht Gioevndo, weine nicht, mein Leben !
(Und weint indeß nicht weniger mit ihr)
So möge diese Reise Glück mir geben,
Wie ich gewiß bin in zwei Monden hier;
Und keinen Tag wär's, daß ich länger bliebe,
Wenn mir der Fürst sein halbes Reich verschriebe.
1i.
Doch macht er nicht, daß ihr der Kummer schwindet,Denn allzu lang vermeint sie den Termin;
Und wenn, heinikehrend, er sie todt nicht findet,
So ist's ein Wunder wie noch keins erschien.
Das Herzleid, das sie Tag und Nacht empfindet,
Wehrt ihr zu essen, macht den Schlaf entflieh»;
So daß Giocond, von Mitleid überwunden,
Gar oft bereut, daß ihn sein Wort gebunden.
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