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Theil 3 (1851)
Entstehung
Seite
317
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Sieb enn ndzw anzi gster Ges an g.

Nur nicht vom Wirth, sonst hört er rings erschallen,Sie glaubten ihre Weiber keusch genug»

Der Wirth erwiedert: Glaubt ihr nach Gefalle»;

Ich weiß gewiß, euch täuscht ein Selbstbetrug.

En'r dummer Glaube macht, baß ich euch allenJn's Antlitz sagen muß, ihr sehd nicht klug,lind sicher wird auch dieser Herr so denken,

Beliebt ihm nicht, euch Schwarz für Weiß zu schenken.

Denn wie der Phöuir einzig ist hieniedenlind mehr als Einer nie auf Erden wohnt:

So sagt man auch, nur Einem sey's beschieden,Daß seine Frau ihn mit Berrath verschont.

Ein Jeder glaubt, Er sey's, und hält zufriedenSich für den Einen, den der Kranz belohnt.Wie ist's nun möglich, daß ihn Jeder habe,Wird auf der Welt nur Einem diese Gabe?

Auch ich, wie ihr, vom Jrrthum eingenommen,Hielt vormals mehr als Eine Frau für rein;

Da mußt' ein Edler aus Venedig kommen(Mein gutes Glück bracht' ihn zu mir herein),

Um mich, durch manch ein Beispiel , ganz vollkommenBon meinem vor'gen Wahne zu befrei'».

HanS Franz Valerie hieß der Lobesame;

Denn unvergessen bleibt mir dieser Name.

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