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Theil 3 (1851)
Entstehung
Seite
316
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316 Sieb enun dzwanzigster Gesang.

132 .

Der wackre Gastwirth, einer von den besten,

Wovon in Frankreich je vernommen sey,

Der, während Feinde rings die Gegend preßten,

Sein Haus und Gut beschützt erhielt und frei,

Nies ein'gk Vettern, die ihm bei den GästenOst ausgeholfen, jetzt zum Dienst herbei;

Von welchen Keiner'doch zu reden wagte,

Weil Rodomont, tief sinnend, auch nichts sagte.

133 .

Stets von Gedanken zu Gedanken schwebendSaß Rodomont, weit von sich selbst entrückt,

Und hielt, zu Keinem seinen Blick erhebend,

Zur Erde stets sein Angesicht gebückt.

Nach langem Schweigen dann, gewaltsam strebend,Fuhr er empor, wie aus dem Schlaf gezückt.

Tief seufzt' er auf, und seine Blicke wandtenSich zu dem Wirth und zu des Wirths Verwandten.

131 .

Er brach das Schweigen, und mit sanfter» Mienen,Im Antlitz minder von Verdruß gequält,

Fragt' er den Wirth nnd alle, die ihm dienen,

Ob ein Beweibter sich zu ihnen zählt;

Worauf man ihm erwiedert, unter ihnenSey keiner mehr, der nicht ein Weib gewählt.

Nun fragt er sie, was Jeder im VereineVon seiner Frau im Treuehalten meine.