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Sechsundzwa »zigster Gesang.
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I» den gelaßnen Gaul, der auf dem RuckenDes Stordilan anmnth'ge Tochter hat,
Läßt Malegys sich einen Dämon drücken,
Von jenen einen aus des Minos Staat.
Der Klepper, nie gewohnt vom Platz zu rücken,
Als wenn er seinem Reiter Folge that,
Macht unvermuthet einen Satz in's Weite,
Hoch sechszehn Fuß und dreißig in der Breite,
130 .
Der Sprung war freilich groß, den er vollführte,Doch abzufallen hatt' es keine Noth.
Als sich das Fräulein in den Lüften spürte,
Schrie sie gar sehr und glaubte schon sich todt.
Nun lief das Pferd, als ob's der Teufel führte,
Mit ihr davon, wie ihm der Geist gebot.
Um Hülfe schreit sie; doch des Rosses EileWär' unerreichbar auch dem schnellsten Pfeile.
131 .
Fürst Rodvmont, dem wilden Kampf entsagend,Reißt schnell sich los bei'm ersten HülfeschreiUnd rennt, wohin das Roß, wie wütig jagend,
Die Schone führt, zu ihrem Schutz herbei.
Auch Mandricard, sich eben so betragend,
Giebt Plötzlich Rüd'gern und Marfiseu frei,
Und ohne Friedens- oder Stillstandsbitten,
Rennt er, wohin die andern Zwei geritten.