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Theil 3 (1851)
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195
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Fünfnnd zwanzigster Gesang.6 -

Gar manchcrlei Gedanken zichn »nd drehen,

Auf einmal drängend, sich durch Rüd'gers Sinn;Doch lange nach dem besten umzuspähen,

Paßt nicht der Ort und reicht die Zeit nicht hin.

Er läßt daher den Boten weiter gehe»

Und folgt dem Mädchen, seiner Führern»,,

Die ihn so eifrig drängt, doch ja zu eilen,

Daß keine Zeit ihm bleibt sich zu verweilen.

7.

Er kam, nachdem er lange fort geritten,

An eine Burg, bei'm SonnennnUrgaug,

Die Fürst Marsil besaß in Frankreichs Mitten,Der sie dem Kaiser nahm durch Kriegeszwang.Man hielt ihn nicht, noch wehrte seinen SchrittenUnd ließ an Brück' und Thor ihm freien Gang;Obwohl die Krieger und das Volk den Graben,So wie das Gatter, im Gedräng' nmgaben.

8 .

Weil Alle hier das junge Mädchen kennen,

Das mit dem Ritter in Gesellschaft war,

Fällt's Niemand ein, den Weg ihm zu verrennen;Woher er kommt, bleibt unerforscht sogar.

Dem Platze naht er, sieht das Feuer brennenUnd Alles voll von einer wilden Schaar,

Und mitten unter ihr, mit bleichen Wangen,

Dm Jüngling, der den Todessprnch empfangen.

13 -