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Theil 3 (1851)
Entstehung
Seite
157
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Vierundzwanzigster Gesang. 167

9 .

So wie die Meereswell' aus salz'ger Weite,

Vom Süd erregt, erst spielend kommt heran;

Doch größer, als die erste, wird die zweite,

Und noch gcwalt'ger folgt die dritte dann,

Und jedesmal mehrt sich der Wellen BreiteUnd wälzt sich höher zum Gestad' hinan:

So mehren wider Roland sich die Rotten,

Die auf ihn los thalab, bergaufwärts trotten.

10 .

Er brachte Zehn und aber Zehn um's Leben,

Die in die Händ' ihm rannten, ordnungslos,

Und wußte deutlich den Beweis zu geben,

Weit von ihm bleiben seh das beste Loos»

Ihm Blut zu rauben ist nur eitles Streben,

Denn ihn verletzt kein Eisenhieb noch Stoß.

Ihm schenkte diese Gunst des Höchsten Güte,

Damit er seinen heil'gen Dienst behüte.

II.

War Roland irgend sterblich nur zu nennen,

So war er hier zu sterben in GefahrUnd lernte was es heißt, vom Schwerdt sich trennenUnd kühn seyn wollen, aller Waffen baar.

Die Bauern stichn davon, da sie erkennen,

Es krümmt ihm keiner ihrer Streich' ein Haar.

Der Graf, da Alles vor ihm weicht voll Schrecken,

Nimmt seinen Weg nach einem kleinen Flecken.