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Drein» dzw anzigster Gesang.
6 .
Vergeblich nun nach andern, Orte trachtendZur Ruhestatt, bleibt sie auf grünem Plan,
Auf Rasen, unter Zweigen übernachtend ;
TheilS schlummernd, bis der Tag sich werde nah»,Theils Venns, Mars und Jupiter betrachtend,Saturn und andrer Wandelgöttcr Bahn.
Doch mag sie wachen, mag der Ruhe pflegen,Stets sieht sie Rüd gern vor sich, wie zugegen.
7 .
Von tiefer Reu und bittcrm Schmerz getrieben,Erseufzt sie oft an diesem stillen Ort,
Daß Zürnen mehr bei ihr vermocht, als Lieben:Zorn, sprach sie, riß mich von der Liebe fort.War' ich nur ganz unachtsam nicht geblieben,
Als ich entbrannt war auf des Frevlers Mord,Daß ich nun wüßte, wie zurück zu kommen;
Mir war Gedächtnis; und Gesicht benommen.
8 .
D i e Wort', und andre, bleiben nicht verschwiegen,Doch mit dem Herzen spricht sie noch weit mehr;lind Thräncnströme, welche nie versiegen,
Begleiten stets der Seufzer wildes Heer.
Am Ende doch, nach langem Warten, fliegenDie Morgenschimmer hell vom Osten her.
Sie nimmt ihr Roß, das in den WaldgehegcnJndeß gegrast, und eilt dem Tag entgegen.