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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
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hinauf wie zu einem bewölkten Kometen und schwuren mitTrauer.

Wir traten den Weg nach Maicnthal an. Ein Eng-länder erzählte uns, daß er hinter dem Trauergebüsch derSchlafkammer der Mutter des Blinden, der Geliebten desLords, die unter einer schwarzen Marmorplatte ausruhteinen zweiten Marmor habe ausgestellt gesehen, den die an-slatterndcn Flortücher überdecken sollten und doch nicht konn-ten. O da sah jeder von uns sich beklommen nach der In-sel um, wie nach einer unterminirten Stadt, eh' sie, zerris-sen, aufgeschleudert wird. Aber meine Sehnsucht, Viktorund Maienthal, diesen Irr- und Blumengarten meiner wärm-sten Träume, zu erblicken, übertäubte die Angst.

Endlich erstiegen wir den südlichen Berg und das bunteEden wuchs mit seiner Blätter-Fülle und mit dem Gewim-mel seiner pulsirendcn Zweige rauschend ins Thal hinabdrüben lag in Aestcn wie ein Nachtigallennest Emanuelsstille Hütte, in der jetzo mein Viktor war näher an unsbrauste die Kastanienallee und oben draußen ruhte der abge-mähte Kirchhof. Mir, der ich alles dieses bisher nur imTraum der Phantasie gesehen, war jetzo wieder, als zögenTräume heran; und der undurchsichtige Boden wurde eindurchsichtiger voll Dust-Gebilde und ich sank voll Weh-muth auf den Berg .... Ich ging endlich hinab wie inein gelobtes Land, aber meine ganze Seele wickelte ein weicherLeichenschlcier ein.

Und mein Viktor riß den Schleier weg und drückteseine warme Seele an meine und wir schmolzen ein zu einemglühenden Punkt. Aber ich will ihm nachher, wenn erwiederkvmmt aus der Abtei, noch einmal und noch wärmer