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42. Hundsposttag.
Aufopferung — Valctrcden an die Erde — ^lsmeato mori —Spaziergang — Herz von Wachs.
vLs gibt einen Schmerz, der sich mit einem großen Sau-gcstachel ans Herz legt und Thräncn durstig zieht — dasganze Herz rinnt und quillt und drückt zuckend die innerstenFasern zusammen, um zu einem Thränenstrom zu werden,und suhlt den Zug des Schmerzens nicht unter der tödtlich-süßen Ergießung ... So tödtlich-süß schmerzte unser»Viktor Klotildens Brief.
Aber tödtlich-bitter war der des Lords. „O dieser„müd-gequälte Geist — rief er aus — sehnte sich sa schon„auf der Insel der Vereinigung nach Todten-Ruhe — ach„er ist gewiß schon aus der schwülen Erde geflohen, die ihm„so klein und drückend vorkam." War das: so waren alleSchwüre, an deren Erlassung Flamins Leben hing, ewiggemacht und dieser verloren. War'S nicht, so war wenig-stens keine Zurückkehr zu hoffen, da EmanuelS Tod undGeständniß, Flamins Gefangenschaft und alle bisherigenZufälle, die der Lord alle erfahren konnte, seinen ganze»schön liniirten Plan ausgestrichen hatten. Jetzo ricf's lautin Viktors Seele: „rette den Bruder deiner Geliebten!" —Ja, es war ein Mittel dazu da; — aber der Meineid war's.Wenn er nämlich den beging, daß er dem Fürsten entdeckte,wer Flamin sei: so war er erlöset. Aber sein Gewissensagte: „Nein! — Der Untergang einer Tugend ist ein grö-