89. Hundsposttag.
Große Entdeckung — neue Trennungen.
j^ch will jetzt enthüllen, was ich im vorigen Kapitel ver-barg. — Da Emanuel an jenem elystschen Morgen desWahnsinns zu Julius gesagt hatte: „Schatten! weiche!" sofuhr er fort: „gaukle den blinden Sohn meines Horions„(des Lords) nicht nach, der mich noch für seinen Vater hält„— fürchte dich vor Gott, der vorüberging, und verschwinde!"— Und zu Viktor wandte er sich: „Schatten! wenn du nicht„weißt, wer du bist, und deinen Vater Eymann nicht kennst:„so falle wieder auf die Erde hinab und in den Schatten
„hinein, den dort mein Viktor wirft." --Und da Viktor
am andern Tag den Sterbenden auf diese Worte führte: sofragte er beklommen: „ach Hab' ich'ö denn nicht im Wahn-„sinn gesagt, als ich wähnte, im Lande jenseits der Erden-„Eide zu seyn?" und er kehrte stumm das erschrockene An-gesicht gegen die Wand ....
Er hat es also im Wahnsinn des Todes herausgesagt,daß Julius der Sohn des Lords, und Viktor der Sohn desPfarrers Eymann ist ... . Aber welche Helle weite Be-leuchtung gibt nicht dieser Vollmond unserer ganzen Ge-schichte, auf die bisher nur eine Mondsichel schien? —
Ich gesteh' es, schon beim ersten Kapitel fiel es mirauf, daß Viktor ein Arzt war: jetzt ist's erklärt; denn dermedizinische Doktorhut war die beste Montgolsiere und dasWünschhütlcin für einen bürgerlichen Legaten des Lords, um