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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
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ten plötzlich den sanft erwärmten Viktor, da er in die Traucr-lanbe kam, wo er gerade heute vor einem Jahre am ListenOktober also ist heute KlotildenS Geburttag auö sei-nem zerrütteten Herzen ihr Bild gerissen hatte, und wo erwieder ankam, um es aus den alten Narben vielleicht wiederauözureißen. Denn das Senken seines Standes hatt' ihnein wenig stolzer gemacht, und seine Liebe für Klotildcnscheuer. Die Wahrheit zu sagen, so glaubt' cr'S selber nichtrecht, daß ihr seine niedrige Abkunft unbekannt gewesen; erschloß vielmehr das Widcrspiel aus dem Antheil, den sie derLord an seinen Briefen und an allen Geheimnissen nehmenlassen aus ihrem anfänglichen Kampf gegen ihre aufkei-mende Liebe und aus dem kleinen Stolze gegen ihn amersten Tage aus ihrem Lobe der Mißheirathcn ausihrer Begünstigung der Liebe Giulia's gegen Julius, densie als Lords-Sohn kannte aus ihrer leichten Einwilli-gung in die Verlobung, die ja sonst ihr Vater nach der Er-kennung nicht mehr zugelassen hätte und aus andernZügen, die man bei der zweiten Lesung dieses Werks leich-ter selber sammelt. Wie gesagt, diese Hoffnung, daß sieihn allemal gekannt, widerlegte einige Einwürse seiner Deli-katesse und seiner Entsagung, und blühte heute noch höheraus unter so vielen Freuden und schönen Zufällen. Achswenn er ohne alle Hoffnung gewesen wäre: so hält' er jamitten im Kreise so vieler Beglückten als die letzte Qpfer-lciche niederfallen müssen! Aber das Etwas im Menschen,das ihm allemal einen großen Verlust so wahrscheinlich undeinen großen Gewinn so unwahrscheinlich vormalt, quälte,vereinigt mit wehmüthigen Erinnerungen, ihn jetzo.

Er bat daher Flamin, ihn ein wenig in der Laube zu