ihn selber gesetzt hatte, that die natürliche Frage: „warumFlamin den Mord auf sich nehme." — Matthieu: „ich flüch-tete sogleich, und es stand nicht bei mir, seine Unwahrheit,„deren ich mich nicht versehen konnte, zu verhüten; aber es„stand bei mir, sie zu widerlegen." — Jenner: „Fahren Sie„in Ihrer Freimüthigkeit fort, sie ist Ihre Schutzschrift, wei-„chen Sie nicht aus!" — Matthieu mit einer freicrn Miene:„was ich zu sagen wußte, Hab' ich schon gesagt im Anfänge,„um ihn zu retten; und jetzt ist er gerettet." — Jenner sannzurück, begriff nichts und bat: „noch deutlicher!" — Mat-thieu mit der absichtlichen Miene eines Menschen, der Ver-silberungen seines Vortrags zurecht macht: „aus Großmuth„würd' er für den gestorben seyn (für Matzen), der für ihn„gesündigt hatte, wenn ihn nicht seine Freunde retteten."Jenner schüttelte ungläubig den Kopf. „Denn, fuhr jener„fort, da er seinen höher» Stand nicht kennt, so nahm er„einige französische Grundsätze leichter an, die ihm seinen„Tod eben so sehr erleichtert hätten, als einige Engländer„sie würden beim Volke genutzt haben, um ihn zu verhüten."Zum Beweis führt' er den angezündeten Pulverthurm ne-benher an.
Jenner sah staunend ein Licht in eine dunkle Hohle glei-ten und sah weit in die Höhle hinein.
Man thut dem vortrefflichen Evangelisten Unrecht, wennman denkt, es thu' ihm genug, blos seinen Freund gerettetzu haben; sein gutes Herz war auch noch darauf aus, demLord eine Ehrcnsäule zu setzen und ihn unter die Säule alsGrundstein zu legen. Er quartirte gern (wie in Hamlet)in dem Schauspiel wieder eines ein und zog zwei Theater-Vorhänge auf. Wir wollen uns in die erste Loge setzen.