139
Beweis, daß Flamin der (angebliche) Sohn dcö Kammer-herrn sei. Ums Duell kümmerte er sich gar nicht. DerBeweis war der aufrichtigen Seele leicht zu führen: dieSeele berief sich geradezu auf die Mutter, die eben geradeaus London eingetroffen, um den Sohn zu retten, und aufdie Schwester selber. — Die Seele hatte wieder den Vor-dersatz, daß beide Kcnntniß davon hätten, zu erweisen: —Matthieu berief sich auf den Brief der Mutter, den er voreinigen Jahren dem blinden Lord mit der angenommenenStimme Klotildenö vorgelesen, und auf der Schwester Aus-ruf unter dem Duell im Maicnthaler Park: „es ist meinBruder" — und zuletzt führt' er noch einen Hauszeugen inder Sache auf, den Nachsommer, der jetzt bald erscheinen unddas Aepfcl-Muttermal, das Le Bauts Sohn auf der Schul-ter trage, neu aufmalen werde.
Matthieu hatte zu viel Hochachtung gegen seinen Für-sten und Herrn, um den Herrn des Sohns den Vater desSohns zu nennen. Jetzt hörte er damit auf: „Er wisse„nicht, ans welchen Gründen der Lord Horion bisher Fla-„minS Abkunft verborgen habe — welche es aber auch seien,„alle Entschuldigungen desselben wären auch seine, warum er„selber bisher geschwiegen — um so mehr, da ihm der Be-„wcis dieser Abstammung schwerer fallen müssen, als dem„Lord. — Nur jetzt durch die Ankunft der Mutter sei die„Leichtigkeit des Beweises so groß, wie die Noth Wen-digkeit desselben. — Alles was er thun können als ein„Hausfreund des Kammerherrn, sei gewesen, Flamins Ver-trauter zu werden, um sein Wächter zu werden."
Dadurch wurde nvthwcndig der Fürst auf die Materiedes Duells zurückgeführt, die jener anfangs nach wenigen