Todeöurthcl, daS' Matz längst in sein Gesicht hinein habenwollte: „Ich werde Ihnen morgen die Namen der Elenden„abfordern lassen, die ihr Leben Preis geben wollen, um die„Gerechtigkeit zu stören" ..... Hier siel dieser vor ihmnieder und sagte schnell: „mein Name ist der erste — setzt„ist'S meine Pflicht, unglücklich zu werden — mein Freund„hat niemanden getödtet, sondern ich — er ist nicht der Sohn„eines Priesters, sondern der crstgeborne Sohn des getödte-„tcn H. Le Baut" . . .
So lang' es noch Pfeilerspiegel gab, so sah nie ein sobestürztes auSeinandergefahrneö Gesicht aus ihnen, als heute.Jenner ließ ihn abtreten, um sich wieder zusammenzulesen.
Wir wollen setzo in dem Vorzimmer drei Worte überden Abwesenden reden. Mir sagte einmal ein seiner Mann,er habe einmal zu einem großen Weltkenner gesagt: „der„Fehler der Großen wäre, sich selber nichts zuzutrauen, und„daher würden sie von sedem gelenkt," und der Weltkennerhabe geantwortet: er treff' eS. — Jenner war Matzen gram,und das blos seines satirischen und wollüstigen Gesichts we-gen — aber nicht etwan seiner Laster wegen. Ich setze vor-aus, der Leser wird doch Hose genug gesehen haben — aufdem Theater, wo die höheren Stände ihre Begriffe von Land-leutcn und wir unsere von ihnen abholen — um zu wissen,
was man da hasset-keine Lasterhaften, nicht einmal
Tugendhafte, sondern beide liebt man wirklich (gerade wiedasige Bratschisten, Handwerker, Wetzlarer Prokuratoren, In-tendanten), sobald man sie nöthig hat.-
Der Junker kam wieder vor. Jenner hatte das süßeväterliche Wallen über die Neuigkeit, da er bisher alle seineKinder verloren gegeben, gestillt; aber er begehrte setzt den