Druckschrift 
6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
Entstehung
Seite
138
Einzelbild herunterladen
 

Todeöurthcl, daS' Matz längst in sein Gesicht hinein habenwollte:Ich werde Ihnen morgen die Namen der Elendenabfordern lassen, die ihr Leben Preis geben wollen, um dieGerechtigkeit zu stören" ..... Hier siel dieser vor ihmnieder und sagte schnell:mein Name ist der erste setztist'S meine Pflicht, unglücklich zu werden mein Freundhat niemanden getödtet, sondern ich er ist nicht der Sohneines Priesters, sondern der crstgeborne Sohn des getödte-tcn H. Le Baut" . . .

So lang' es noch Pfeilerspiegel gab, so sah nie ein sobestürztes auSeinandergefahrneö Gesicht aus ihnen, als heute.Jenner ließ ihn abtreten, um sich wieder zusammenzulesen.

Wir wollen setzo in dem Vorzimmer drei Worte überden Abwesenden reden. Mir sagte einmal ein seiner Mann,er habe einmal zu einem großen Weltkenner gesagt:derFehler der Großen wäre, sich selber nichts zuzutrauen, unddaher würden sie von sedem gelenkt," und der Weltkennerhabe geantwortet: er treff' eS. Jenner war Matzen gram,und das blos seines satirischen und wollüstigen Gesichts we-gen aber nicht etwan seiner Laster wegen. Ich setze vor-aus, der Leser wird doch Hose genug gesehen haben aufdem Theater, wo die höheren Stände ihre Begriffe von Land-leutcn und wir unsere von ihnen abholen um zu wissen,

was man da hasset-keine Lasterhaften, nicht einmal

Tugendhafte, sondern beide liebt man wirklich (gerade wiedasige Bratschisten, Handwerker, Wetzlarer Prokuratoren, In-tendanten), sobald man sie nöthig hat.-

Der Junker kam wieder vor. Jenner hatte das süßeväterliche Wallen über die Neuigkeit, da er bisher alle seineKinder verloren gegeben, gestillt; aber er begehrte setzt den