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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
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sein Beschluß verböte) im Hellen Strome hätte spielen wol-len ... So groß wird durch die Verachtung des Todes dieSchönheit des Lebens so gewiß ist jeder, der mit kaltemBlut sich das Leben abspricht, vermögend, eS zu ertragenso wahr räth Rousseau, vor dem Tode eine gute That zuunternehmen, weil man jenen dann entbehren kann ....Als Viktor so dachte: trat das Schicksal vor ihn und fragteihn zürnend: willst du sterben? Er antworteteja!"da er vor Sonnenuntergang in Obcrmaicnthal KlotildensWagen, den er da bei der Abreise gesehen, wieder erblickte.Jetzo siel die Todeswolkc über die Gegend nieder. Er eiltevorüber am Fenster sah er seine Mutter und die Lady,die Mutter Flamins sein Inneres brauste seine Augenglühten trocken denn er wählte unter den Waffen desTodes. Warum ging er so spät, im Dunkeln, mit einemstürmenden Innern, das alle süßen Träume verfinsterte, nochnach Maienthal? Er wollte zu EmanuelS Grabe: nichtum da zu trauern, nicht um da zu träumen; sondern umsich da eine Höhle zu suchen, nämlich die letzte. Der rei-ßende Gram hatte ein Gemälde seines Sterbens entworfen,und er hatte den Riß gebilligt: er wollte nämlich, sobalddas Verhängniß die Nothwendigkcit seines Todes durch dasVerschwinden seines Vaters und durch die Gefahr Flamiusentschieden hätte, neben der Trauerbirke sein Grab aushöh-len, sich hinlegen, sich darin tödten und sich dann von demblinden Julius, der nichts wissen und sehen kann, mit Erdeüberschütten lassen, und so, verhüllt, unbekannt, namenlosaus dem Leben fliehen an die modernde Seite seines Ema-nuels ....

Schwarze Leichenzüge von Raben flogen langsam wie