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Erde, sondern mit den hohen Flammen des Herzens undmit dem an die Brust angedrückten theuren Bilde, wie dieeingesargte Mutter mit dem todten Liebling, blind an denRand dieser Welt zu treten und sich hinabzustürzen ins stille,tiefe, dunkle, kalte Todtenmccr.... „Du bist, sagt' eroft, in mein Ich gemalt, und nichts macht dein Bild vonmeinem Herzen los; beide müssen, wie in Italien Mauerund Gemälde darauf, mit einander versetzet werden." —Und da jetzo nichts mehr nach seinem Körper zu fragenbrauchte: so dürft' er die Thränen, die ihn zerrütteten,absichtlich vorreizen — er wollte ordentlich etwas von seinemLeben Klotilden bringen — daher macht' er einige Tage hin-ter einander die Proberolle der blutigsten Abschiedszene biszur Erschöpfung und zeichnete seinen Schmerz mit Dinteab und sagte zu sich, wenn ihn darüber Kopfschmerzen undHerzklopfen befielen: „so kann ich doch etwas für sie leiden,wenn sie es auch nicht weiß." —
Hier ist ein solches Trauerblatt.
„O du Engel! Thät' es dir nur nicht zu wehe, so ging'„ich zu dir und süllete vor deinen Augen mein Herz so lange„mit Thränen an, mit Bildern der schönern Zeit, mit den„bittersten Schmerzen, bis es zersprengt wäre und sänke —„oder ich erlegte mich in deiner Gegenwart, ach es wäre„süß, wenn ich mein Herz mit Blei zerschlitzte, indem cs„an deinem Busen lehnte, und wenn ich mein Blut und„Leben an deiner Brust abrinnen ließe. — Aber, o Gott!„nein, nein! Sondern, Gute, lächelnd will ich zu dir gehen,„wenn du wieder kömmst — lächelnd will ich vor dir wei-„nen, als wär' es blos vor Freude über deine Wiederkehr —„nur die Federnelke mit dem rothen Tropfen werd' ich von