für keine, unser heute für fromm, und jeden künftigen Au-genblick für den Kranz und Himmel der vorigen. Im Alterhat der Geist nach so vielen Arbeiten, nach so vielen Stil-lungen denselben Durst, dieselbe Qual. Da alles sich ver-kleinert in einem höher» Auge: so müßte ein Geist odereine Welt, um groß zu seyn, es sogar vor dem sogenanntengöttlichen Auge seyn; aber dann müßt' er oder sie größerseyn, als Gott, weil man nie sein Ebenbild bewundert. —In meiner Jugend gab ich in einem Trauerspiel dem Heldenalle jene Grundsätze und ließ ihn kurz vorher, eh' er sichden Dolch ins Herz trieb, noch sagen: „aber vielleicht ist der„Tod erhaben; denn ich fass' ihn nicht. Und so will ich„denn die Blutbögen, die aus dem Herzen aufspringen und„so spielend das .Menschenhaupt und Menschen-Jch in der„Höhe erhalten, wie ein Springbrunnen die darauf gelegte„Hohlkugel schwebend trägt, diesen Springbrunnen will ich„mit dem Dolche ableiten, damit das Ich niedersalle." —Ich schauderte damals über diesen Charakter: aber ich dachtenachher über ihn nach und es wurde mein eigner!" —
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Fürchterlicher Mensch! Dein Blut-Stral und das Ichdarüber ist vielleicht schon umgcsallcn, oder bricht bald dar-nieder. — Und eben diese schwarze Weissagung ist auch imHerzen Klotildens und Viktors-Q möchtest du, an-
derer gebückter Mann, den ich hier vor dem Publikum nichtnennen darf, es errathen, daß ich dich meine, daß du ebenso wie der unglückliche Lord dein eigenes Ich abfrisscst gleichblutsaugenden Leichen, und daß du in der Sternennachtdes Lebens noch einen eignen tödtlichen Nebel um dich trägst!