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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
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ein Erdball, ein Erdball ist bloö die öftere Wiederholungder Erdscholle. Was nicht an und für sich erhaben ist,kann'ö durch die öftere Setzung so wenig werden, als derFloh durchs Mikroskop, höchstens kleiner. Warum soll dasGewitter erhabner seyn als ein elektrischer Versuch, ein Re-genbogen größer als eine Seifenblase? Lös' ich eine großeSchwcizergegend in ihre Bestandtheile auf: so Hab' ich Tan-nennadeln, Eiszapfen, Gräser, Tropfen undlGries. DieZeit zergeht in Augenblicke, die Völker in Einzelwesen, dasGenie in Gedanken, die Unermeßlichkcit in Punkte; eS istnichts groß. Ein oft gedachter trigonometrischer Satzwird zum identischen, ein oft gelesener Einsall schal, einealte Wahrheit gleichgültig. Ich behaupte wieder: wasdurch Stufen groß wird, bleibt klein. Wenn die Dichtkraft,die entweder Bilder oder Leidenschaften malt, nicht inder Erfindung des alltäglichsten Bildes schon zu bewundernist, so ist sie es nirgends. In die Stelle eines andern kannsich jeder, wie der Dichter, wenigstens in irgend einemGrade setzen. Die Begeisterung ist mir verhaßt, weil sieeben so gut durch Liköre als durch Phantasien entsteht, undweil man in und nach ihr am meisten sich zur Nnduldungund zur Wollust neigt. Die Größe einer erhabnen Thatbesteht nicht Ln der Ausführung, die auf körperliche Armselig-keiten, auf Bewegen, Stehen ausläuft, nicht im einfachen Ent-schluß, weil der entgegengesetzte, z. B. der zu morden, ebenso viel Kraft bedarf als der, zu sterben, nicht in der Sel-tenheit, weil wir alle in uns dieselbe Tüchtigkeit dazu, nuraber nicht die Beweggründe dazu empfinden, nicht in allendiesem, sondern in unserer Prahlerei. Wir halten unfernallerletzten Jrrthum für Wahrheit, und nur den vorletzten