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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
Entstehung
Seite
117
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weite Gegend hinüberblickte und sich hinauslehntc und, ohnees zu wissen, in süßer Beklommenheit über die eignen Töneund die entlegnen Gefilde weinte und über das blasse Mor-genroth, das von der Abendröthe zurückglimmte. Einmal,da der Lehrer das Kind fragte: warnm bist du so still undsingest nicht mehr? gab es zur Antwort:ach, ich sehnemich in die Morgenröthe, ich möchte darin liegen unddadurch gehen und in die Hellen Länder dahinter hinein-schauen." Ich setze mich oft unter jenen Baum undlehne den Kopf an ihn und verfolge stumm die Entfernungbis an den Horizont, der vor Deutschland steht, und nie-mand stört mein Weinen und mein stilles Beten.

Ich war heute zum letztenmale dort, denn morgen gehenwir mit meiner Mutter, ohne die mein verwaistes Herz nichtmehr leben kann, nach Deutschland zurück zum bestenFreunde der

treuesten FreundinKl."

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O du gute Seele!-

Hart klingt jetzt das sonderbare Blatt vom Lord, daskein Brief, sondern eine kalte Schutzrede seines künftigenBetragens zu seyn scheint.

Das Leben ist ein leeres kleines Spiel. Wenn michmeine vielen Jahre nicht widerleget haben: so ist eine Wider-legung durch die wenigen übrigen weder nöthig noch mög-lich. Ein einziger Unglücklicher wiegt alle Trunkne auf.Für unö nichtige Dinge sind nichtige Dinge gut genug; fürSchläfer Träume. Darum gibt eS weder in noch außerunö etwas Bewundernswertes. Die Sonne ist in der Nähe