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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
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Lord die Beschleunigung der Entdeckung, daß Flamin derSohn des Fürsten sei, betreiben wollte. Außerdem rücktedieser Weg ihre Augen von so vielen Bildern des Grames,so wie ihre Ohren von so manchem Mißgctön des Gespöt-tes hinweg. Freilich war die Absicht, auf dem Kutschkiffenund auf dem Schiffe die Bewegung wie eine Eisentinkturcinzunehmen, nur ihr Vorwand bei Hofe gewesen, wo manehrerbietige Unwahrheiten nicht blos vergibt, sondern auchverlangt.

Viktor verhieß ihr, in dunkler Ahnung seiner Kraft undUneigennützigkeit denn der Unglückliche opfert freigebigerund leichter als der Glückliche aufer wolle wie eineSchwester für ihn sorgen." Ihre Augen trugen einan-der ihre Geheimnisse und eben darum ihre Liebe vor undKlotilde floß von weinender Liebe über, erstlich der Reisewegen (weil für ihr Geschlecht eine Reise der Seltenheitwegen etwas Wichtiges ist); zweitens des Kummers wegen,da die Liebe ein weibliches Herz in ganzer Trauer wärmermacht als eins in halber, wie Brcnnspiegel schwarz gefärbteDinge stärker erhitzen als Weiße.

Gerade heute, wo sie ihm mit so viel erneueter Liebein die Augen blickte, sollt' er von ihr abgerissen werden. Erverschonte sie zwar mit der Entdeckung seiner Geburt undseiner ewigen Trennung, um an ihr zerrissenes Herz nichtneue ziehende Oualcn zu hängen: aber er wollte diese letzteMinute seiner schönen Liebe, diese Nachlese und diesen Nach-flor seines Lebens ganz abernten. Ach er wollte sie an-schauen wie nie er wollte ihr die Hand drücken heftig wienie er wollte ihr ein Lebewohl sagen wie ein Sterben-der -Denn es ist alles, rief unaufhörlich sein Innerstes,