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Traum EmanuelS, daß alle Seelen Eine Wonnevernichte.
Er ruhte verklärt in einem durchsichtigen farbicht-dun-keln Tulpenkelch, der ihn hin und her wiegte, weil ein sanf-tes Erdbeben die Tulpcnlaube auf der gebognen Stütze zutaumeln zwang. Die Blume stand in einem magnetischenMeer, das den Seligen immer stärker zog; endlich drückteer, hinauögesogcn, sie nieder, und sank als eine Thauperleaus dem umgebognen Kelche heraus . . .
Welch' eine Farben-Welt! Ein Flockengewimmel vonAethergestalten wie seine stand schwebend über einer weitenInsel, um welche ein rundes Geländer von großen Blumenaufgeblättert spielte — mitten über den Himmel der Inselflogen Abendsonnen hinter Abendsonne» — tiefer neben ihnenliefen weiße Monde — nahe am Horizont krciseten Sterne— und so oft eine Sonne oder ein Mond hinunterflog,schauetcn sie himmlisch wie Engclaugcn durch die großenBlumen am Ufer hindurch. Die Sonnen wurden von denMonden durch Regenbogen geschieden, und alle Sterne liefenzwischen zwei Regenbogen und stickten silbern die bunte Ning-kugel des Himmels. Neber einander stiegen hinauf bunteWolken, in denen ein Kern von Gold, von Silber, von Edel-steinen brannte — von Schmettcrlingflügeln waren Staub-wolken abgestrcift, die wie fliegende Farben den Boden übcr-hülltcn, und aus dem Gewölle blitzten reißende Lichtflüsse,die sich alle in einander verschlangen . . .
Und in diesem Farben - Getümmel ging eine süßeStimme umher und sagte überall: vergehet süßer amLichte.