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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
Entstehung
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Emanuel umarmte den funkelnden Boden und rief ausder brennenden, der Wonne erliegenden stockenden Brust:ach ist es denn wahr? halt' ich dich wirklich, mein Vaterland? Ja, in solchen Gefilden der Ruhe werden die Wundengeheilt, die Thränen gestillt, keine Seufzer gefordert, keineSünden begangen, da zerfließet sa das kleine Menschenherzvor zu voller Wonne und erschafft sich wieder, um wiederzu zerfließen.So Hab' ich dich längst gedacht, se-

liges, magisches, blendendes Land, das an meine Erdegränzt . . . O! liebe Erde, wo bist du wol?"

Er hob das trunkne Auge in den mit Sternen bethauetenHimmel und sah den erniedrigten Mond gelb und matt inSüden hängen; diesen hielt er für die Erde, aus der ihn derTod in dieses Elysium getragen habe. Hier zerging seineStimme in Rührung über den geliebten ersten Garten seinesLebens und er redete die oben über die Sterne fliehendeErde an:

Kugel der Thränen! Wohnung der Träume! Land vollSchatten und Flecken! Ach auf deinen breiten Schatten-flecken *) werden setzt die guten Menschen beben und unter-sinken! . . . Ein Ring aus Nebeln**) umkreiset dich, undsie sehen das Elysium nicht ..... Ach wie still trägst dudurch den seligen stillen Himmel dein Schlachtgeschreideine Stürme deine Gräber; deine Dunstkngel schließetwie ein Sarg alle Klagstimmen um dich ein und du rinnest

*) Unsere Erdmccre sehen in der Ferne wie die Flecken desMondes aus.

**) Der Mondhof.