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Er sah um sich, ob er keinen Schatten werfe — einSchatten wirft keinen Schatten.
Ach ein Stummer legt den Menschen in die Wiege, einStummer drückt ihn ins Grab — Wenn er eine Freudehat, sieht eS aus, als lachte ein Schlafender — wenn erjammert und weint, sieht eS wie das Weinen im Schlafe —Wir blicken alle zum Himmel auf und bitten um Trost;aber droben im unendlichen Blau ist keine Stimme für un-ser Herz — nichts erscheint, nichts tröstet uns, nichts ant-wortet UNS. —
Und so sterben wir ....
— O Allgütiger! wir sterben froher; allein der armeEmanuel kämpfte in der stillen Finsterniß mit grimmigenGedanken, die er so lange nicht gesehen hatte und die nachseinem erbleichenden Angesicht krallten. Aber diese Larvenrennen davon, wenn ein freundliches Bruderangesicht vor dichtritt und dich umarmt. — Horion richtete sich aus und er-wärmte den Gebeugten durch einen stummen Abschied wie-der. Ein Sturmwind stürzte sich aus dem klaren Westen indie stumme arbeitende Hölle, und jagte alle Blitze und alleDonner heraus. Siehe da siog aus dem zurückgewehtenGewölle der lichte Mond wie ein Engel des Friedens indas unbesudelte Blaue heraus — da unterschied sich imLichte Emanuel von seinem Schatten — da beschiender Mond einen Regenbogen aus blassen Farbenkörnern, derin Südosten (der Pforte nach Ostindien) durch die dun-klen Fluthsäulen drang und sich über die Alpen bog — dasah Emanuel die vorige Himmelleiter wieder über die Erden-nacht gelehnt — da kam die Entzückung ohne Maß und errief mit auögebreiteten Armen: „ach dort in Morgen, in