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Lichtpunkt trat an den Pulvcrthurm — alle cingehülltenWolken-Vulkane tobten neben einander und warfen ihreFlammen zusammen, und die Donner gingen wie Sturm-glocken zwischen ihnen — die beiden Menschen lagen an ein-ander dicht, stumm, keuchend, drückend, zitternd vor dem letz-ten Wort.
„O sprich noch einmal, mein Horion, und nimm Ab-schied von deinem Freund — sage nur zu mir: Ruhe wohl!„ und lasse den Sterbenden."
Horion sagte: „Ruhe wohl!" und ließ ihn. SeineThränen hörten auf und seine Seufzer verstummten. DerDonner schwieg fürchterlich. Die Natur ordnete stumm ihrChaoS im Gewitter. Kein Blitz schimmerte durch das Traucr-gcrüstc am Himmel. Bloö das Todtengeläute der Gewitter-stürmer sprach noch fort und der Lichtpunkt rückte noch fort.
Unter der weiten Stille lag der Schlaf, die Träumeund eines Freundes trostloses Herz.
In dieser Ewigkeit-Stille trat Emanucl ohne einefremde Hand an die hohe Pforte, die schwarz hinaus steigtüber die Zeit.
Die Stille ist die Sprache der Geisterwelt, der Ster-nenhimmel ihr Sprachgittcr — aber hinter dem Sternen-gittcr erschien setzt kein Geist, und Gott nicht.
Es kam die Minute, wo der Mensch seinen Körper an-sieht und dann sein Ich, und dann schaudert. — Das Ichsteht allein neben seinem Schatten — ein Schaumglobus vonWesen zittert, knistert und wird niedriger, und man hört dieBläschen verschwinden und ist eines.
Emanuel schaute hinein in die Ewigkeit, sie sah wieeine lange Nacht aus.