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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
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bat, heute nicht zu spielen; Musik hätte an diesem Tag übersein zerflossenes Herz zu viele Gewalt gehabt.

Den Morgen verbrachten sic in Abschiedbesuchcn beialten Steigen, Lauben und Anhöhen; aber Emanucl machtehier nicht die grelle, tobende Gewaltrolle des fünften Akts;er schlug auf einer Erde, wo der Tod graset, keinen unphi-losophischen Lärmen darüber aus, daß er die Blumen unddie Saaten nicht mähen und das grüne Obst nicht gelbenwerde sehen; sondern mit einem höhern Entzücken, das sichjenseits des Erden-Lenzes noch schönere versprach, machte ersich von jeder Blume loö, ging er durch jedes Laub-Ge-winde und Schatten-Nachtstück hindurch, zog er seine gleich-sam in der Erde liegende verklärte Gestalt aus jedem Spie-gelteiche und eine liebevollere Aufmerksamkeit auf die Naturzeigte an, daß er heute Nachts dem näher zu kommen hoffte,der sie geschaffen. Er versuchte und Viktor vermied vonallem diesen zu reden.Nur nicht zum lctztenmale!" sagtedieser.Nicht? (sagte Emanuel) Geschieht nicht allesnur Einmal und zum lctztenmale? Scheidet uns nichtder Herbst und die Zeit so gut wie der Tod von allem? Trennt sich nicht alles von uns, wenn wir uns auchnicht von ihm trennen? Die Zeit ist nichts als ein Todmit sanstern dünuern Sicheln; jede Minute ist der Herbstder vergangenen und die zweite Welt wird der Frühling

einer dritten sepn.-Ach wenn ich einmal wieder aus

der Blumenfläche einer zweiten weiche, und wenn ich amhimmlischen Sterbetage das Zwielicht von der Erinnerungzweier Leben sehe-o in der Zukunft ruht eine An-

lage zur unendlichen Wonne so gut wie zur Qual, warumschauert der Mensch nur vor dieser?" Viktor bestritt die