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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
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gräßlichen Todeskälte zusammen, die allemal, wenn eineFreundschaft in unserer Brust gemordet wird, dem brennen-den Grimme darüber vorausgeht. Ach welchen von unsdauert die unglückliche verlassene Seele nicht? Eymannschied getäuscht und hielt diese Ruhe für bloße Ruhe, unddie erstickte gebrochne Stimme für Rührung.

Und in dieser blutigen Lage fand ihn Matthieu, dereben gekommen war, um dem Regierrathe (aus einem Hand-briefchen der Kammerhcrrin) Viktors Sieg über sie alle,gleichsam mit 2-1 blasenden Postillons, zu melden. Dieserfetzte nun erst den Eisberg in einen Vulkan um, und machte,daß Flamin in eingesperrtem Grimm gern einen Welttheilan dem andern zersplittert hätte.

Viktor hörte fetzt einige Tage nichts. Flamin sperrtesich ein. Matthieu besuchte ihn oft, aber nicht des Apo-thekers Haus. Das gekrönte Paar reifete endlich ins St.Lüner Bad.

So blieb alles bis an den Morgen, wo Viktor vomApotheker Abschied nahm, um nach Maienthal vor den Vor-hang einer schweren Szene zu gehen. Hier konnte sich derApotheker das Vergnügen nicht versagen, dem Hofmedikusseines zu nehmen, indem er die (wahrscheinlich falsche) Bot-schaft brachte, der Hoffunker habe den Kammerherrn gefor-dert wegen des über Klotilden gebrochnen Versprechens.Wenig oder nichts ist an der Botschaft schon darum, weilder Apotheker nur sein Eigenlob loshusten und in das LobViktors verkleiden wollte, daß dieser mit so unendlicher Fein-heit seine neulichen Winke, den Evangelisten zu untergraben,zu vollführen gewußt. Die Winke waren, wie man sicherinnert, die zwei Vorschläge, der Liebhaber der Fürstin